Die neue Dimension des Hausbootabenteuers:
Ohne Führerschein durch Berlin und Brandenburg
Von Rena M. Schmidt

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Hausboote im Hafen des Kapitäns-Klub

Urlaub mit dem Charterboot ist meist günstiger und erlebnisreicher als Urlaub an Land. Nur: weil man zum Chartern einen Führerschein benötigt, trauen sich viele, die es eigentlich längst tun wollten, immer noch nicht, die schwankenden Planken gegen die feste Basis zu tauschen. Oder sie wandern ins Ausland ab: Lassen viel, sehr viel Geld in den Lokalitäten entlang der Kanäle in Frankreich, Irland, England, wo es die Scheinpflicht nicht gibt. Studien haben ergeben, dass eine durchschnittliche Bootscrew mindestens 60 Euro pro Tag in den Servicebetrieben an den Ufern sowie in den Restaurants lässt (siehe Info-Kasten unten). Dabei wird der Bootssport auch in Deutschland immer einfacher. Nach Feldversuchen in Mecklenburg-Vorpommern können seit der vergangenen Saison auch im Berliner Umland Charterboote führerscheinfrei und schon nach einer relativ knappen Trainingszeit mit einem eigens für den Urlaub ausgestellten Charterschein gemietet werden. Zum Leidwesen vieler Urlaubsskipper gilt der allerdings ausgerechnet in der Berliner City nicht. Und was am Bootssport könnte reizvoller und spannender sein, als ihn mit einem Städteurlaub in einer der brodelndsten Metropolen weltweit zu verbinden: Festmachen am Kanzleramt, zu Fuss zur Oper Unter den Linden und nach dem Genuss der Hochkultur eine superscharfe Currywurst am Kurfürstendamm einpfeifen, damit der Sport den rechten Drive erhält.

Die Lücke im System schließt von Ostern an der Mecklenburgische Hausbootvercharterer „Woterfitz Wasserfreizeit“ aus Rechlin an der Müritz. Mit einem neuen Stützpunkt am Berliner Stadtrand sprechen die Geschäftsführer Erhard Holtkamp und Bernd Scheiter genau jene Weltenbummler auf eigenem Kiel an, die zwar Ruhe suchen, auf Erlebnislust aber nicht verzichten wollen.

Im „Kapitäns-Klub zur Schönen Aussicht“, einem feinen Gesellschaftsklub in Königs Wusterhausens kleinstem Ortsteil Kablow Ziegelei, haben die Erfinder des führerscheinfreien Hausbootes der Premium-Marke Voyager vorerst drei Stege seefest gemacht und mit ihrem Firmenlabel versehen. Die mit 8,60 Meter Länge von außen zwar kleinen, innen aber für eine Familie mit zwei Kindern und Hund (oder aber für bis zu vier Erwachsene) immer noch erstaunlich komfortablen Hausboote, Stück für Stück in der firmeneigenen Werft in Rechlin montiert, passen dabei besonders gut in die Landschaft der Dahme-Heideseen, die auch die Heinz-Sielmann-Stiftung mit dem Kauf der Groß-Schauener Seenplatte bereits als landschaftlich besonders wertvoll erkannt hat. Und so kann, wer will, ab 25. April im Kapitäns-Klub einsteigen und führerscheinfrei zwischen Neue Mühle in Königs Wusterhausen und dem piekfeinen Bad Saarow am Scharmützelsee Urlaub machen. Mehr als 65 verträumte Seen, dazwischen die idyllischen Dahme-Fließe, beschauliche Gutsgehöfte, Restaurationen unter schattigen alten Bäumen an den Ufern, die durch die Silhouetten kleiner brandenburgischer Örtchen belebt werden, stehen dem Naturliebhaber bevor. Ob das Storchendorf Storkow/Mark oder das beschauliche Dolgenbrodt, ob Teupitz mit seinem wiederbelebten Schloss samt Hotel und restauriertem Dorfkern oder die märkischen Perlen Kablow und Kablow Ziegelei, der vielleicht nordischste aller brandenburgischen Seen, der Zernsdorfer Lankensee, ein Waldsee, der von der Uckley gespeist wird, die aus einem smaragdgrünen Naturkleinod entspringt, welches „Märkischer Amazonas“ genannt wird – vom Kapitäns-Klub aus erreicht man die herrlichsten Mark-Flecken. Beschaulicher kann man sich eine Urlaubswoche rund um Berlin in keiner zweiten Region gestalten.

Man hat aber eben auch die Wahl, eine zweite Woche in der brodelnden Hauptstadt zu verbringen: In sechs Stunden Fahrzeit gelangt man über die Schleuse Neue Mühle, die älteste in Brandenburg und ein technisches Denkmal von großer Strahlkraft, den Langen Zug und den Zeuthener See, unter der Schmöckwitzer Brücke hindurch in den Langen See und weiter die Spree zu Tal ins Herz von Berlin. Ob man dort an der Mühlendammschleuse, kaum einen Steinwurf vom Roten Rathaus und vom Fernsehturm entfernt, festmacht oder bis zum Reichstag weiterfährt, bleibt der Erlebnislust des einzelnen überlassen. Öffentliche Anleger warten allenthalben auf die Nutzer, die übrigens kostenlos festmachen dürfen.

Dass diese Art des Hausbootsurlaubs nun erstmals auch gänzlich ohne Sportbootführerschein möglich ist, heißt übrigens nicht, dass man sich selbst überlassen bleibt: Auch nach einer gründlichen Einweisung in das Schiff und seine Bedienung ist man über die Service-Hotline der Woterfitz-Werft immer schnell mit qualifizierten Helfern verbunden.

Ein Punkt, der auch Skeptiker überzeugen dürfte: der Preis. Mit deutlich unter 1400 Euro pro Woche in der Hauptsaison, mit deutlich unter 900 Euro pro Woche in der Nebensaison sind die „fahrenden Urlaubsparadiese“ der mecklenburgischen Woterfitz-Flotte nicht nur preiswerter als fast alle Wettbewerber. Sie sind durch ihre übersichtliche Bauart auch so bedienungsfreundlich, dass man sich erstmals auch in Deutschland wie Gott in Frankreich fühlen kann. Rena Maria Schmidt

Info-Kasten – der Wirtschaftsfaktor Chartertourismus

Studien an der Nahe haben ergeben, dass eine durchschnittliche Bootscrew mindestens 60 bis 80 Euro pro Tag in den Servicebetrieben an den Ufern sowie in den Restaurants lässt (siehe Info-Kasten unten). Bei geschätzt 3.000 Charterbooten, die in Deutschland von den größten Charterbetrieben gehalten werden, buchen die Chartertouristen jährlich an die 50 Prozent der über die Saison zur Verfügung stehenden Kapazität. Das sind nahezu 300.000 Chartertage. Damit diffundieren die Chartertouristen – über die Chartergebühren, die Versicherungen, die Mitbringsel etc. hinaus – jedes Jahr mehr als 20 Millionen Euro in die Regionen, die ihnen als Wassertouristen mit Service-Leistungen zur Verfügung stehen. Für kleine Gemeinden ebenso wie für Unternehmer am Wasser ist der Wassertourismus – der ja mehr umfasst als den blanken Boots-Chartertourismus – mithin der zur Zeit am meisten boomende Wirtschaftszweig und eine große, auch ökologisch wertvolle Chance zur Entwicklung im ländlichen Raum zwischen Elbe und Oder. Und selbst in den industrialisierten Revieren von Ruhr, Rhein, Donau und Nahe eine wichtige Stütze für die regionale Wirtschaft. rms

Info-Kasten – der Standort Berlin wird immer attraktiver

Alle großen Charterunternehmen – natürlich mit dem Deutschland-Marktführer Harald Kuhnle an der Spitze – haben mittlerweile Charterstützpunkte in Berlin oder nahe der Stadtgrenze. Nachdem es jahrelang einen Trend in die benachbarten Bundesländer gab, nachdem sich der Havelkaiser Peter Twelkmeyer recht frühzeitig in Mecklenburg-Vorpommern und andere bis weit hinein in die sächsische Provinz, nach Elbflorenz (Dresden) und Magdeburg orientiert haben, rückt nun „die Option Berlin“ mehr und mehr ins Zentrum des Interesses der Charterreisenden. Das heißt, so haben es die Woterfitz-Analysten erkannt, „die Menschen wollen natürlich auch in Zukunft Ruhe und Einsamkeit, viele aber eben auch die Option, mal einige Tage städtisches Disko-Fieber bei gleichzeitiger Entspanntheit auf eigenem Kiel zu genießen.“ Deshalb haben sie sich die Idylle eines Gesellschaftsklubs als Basis erkoren: Mit direktem Anschluss ans Leben, mit nahem Bahnhof und individueller Unterstützung durch einen Familienbetrieb ... der Kapitäns-Klub in Kablow Ziegelei hat alles. rms

 Internet-Adressen: www.kapitaens-klub-gisder.com / www.woterfitz.de

Führerscheinfrei chartern:
Mit dem Hausboot durch die Berliner City
Woterfitz Wasserfreizeit mit neuem Stützpunkt
im Kapitäns-Klub, Kablow Ziegelei, nahe dem Berliner Stadtrand

 

Der Mecklenburgische Hausbootvercharterer Woterfitz-Wasserfreizeit eröffnet zur Saison 2006 einen neuen Stützpunkt am Berliner Stadtrand. Im Kapitäns-Klub in Kablow Ziegelei, dem kleinsten Ortsteil von Königs Wusterhausen im Südosten von Berlin, werden zunächst drei Hausboote der in Rechlin gebauten Voyager-Flotte stationiert.Mit dem neuen Charterstützpunkt nur 40 Kilometer von der Berliner City entfernt, in knapp 20 Autominuten vom Flughafen Berlin Schönefeld zu erreichen, ist Woterfitz der erste Hausbootvercharterer in Berlin, mit dessen Yachten eine Passage der Berliner Innenstadtspree sowie aller schiffbaren Kanäle der Hauptstadt ohne den Sportbootführerschein Binnen oder den Charterschein möglich ist: Im Hausboot ohne Führerschein durch die Mühlendammschleuse zum Bundeskanzleramt und Reichstag – ja, das ist in Zukunft kein Traum mehr.

Bisher hat das Charterunternehmen Woterfitz Wasserfreizeit mit Zentrale am Bolter Kanal an der Müritz und Werft in Rechlin eine Station in Havelberg. Mit dem Stützpunkt im idyllischen Traditionshafen vor dem Kapitäns-Klub erschließen die Unternehmer Erhard Holtkamp (Hamburg) und Bernd Scheiter (Rechlin) neben dem Fahrtgebiet Berliner City auch den Naturpark Dahme-Heideseen. Der ist mit mehr als 65 schiffbaren Seen, Fließen, mit vier Schleusen allein zwischen Neue Mühle und Wendisch Rietz am Scharmützelsee eine der schönsten und ursprünglichsten Naturlandschaften im Berliner Umland. Selbst die Heinz-Sielmann-Stiftung hat die nahebei gelegene Groß-Schauener Seenplatte insgesamt gekauft, um den von Theodor Fontane einzig hier auch von der Seeseite aus für die Natur der Märkischen Streusandbüchse so ursprünglichen Zustand in einem besonders geschützten Parkbereich zu erhalten.

Auf den im Kapitäns-Klub festgemachten Voyager 860 gibt es eine gemütliche und abschließbare Doppelkoje im Achterschiff, eine voluminöse Doppelkoje im Vorschiff, Pantry und Nasszelle sowie ergiebige Flächen im Cockpit, auf dem Vorschiff und der Badeplattform achtern. Die Hausboote kann man ab 750 Euro in der Nebensaison, ab 1140 Euro in der Hauptsaison chartern, Rabatte für längere Törns sind möglich.

 Woterfitz-Hausboote:
 Wir sind Ihre Premium-Marke–jetzt auch in unserem neuen Stützpunkt am Berliner Stadtrand ... direkt im Zentrum von Kablow Ziegelei

Charterboote Charterboote aus der Woterfitz-Werft finden Sie zum Saisonstart auch an der Berliner Stadtgrenze. Vor den Stegen des Kapitäns-Klub in Kablow Ziegelei, dem kleinsten Ortsteil von Königs Wusterhausen im Südosten Berlins, macht zu Anfang April eine kleine Flotte der knuffigen, gemütlichen und bedienungsfreundlichen Hausboote fest. Die Premium-Marke im europäischen Hausboot-Bau können Sie somit auch in der attraktiven Region der Dahme Heideseen testen.

Allein zwischen der Schleuse Neue Mühle, der ältesten in Brandenburg, und dem Märkischen Meer, dem Scharmützelsee, tut sich Ihnen ein Revier auf, das mehr als 65 große und kleinere Seen umfasst. Die Sielmann-Stiftung hat die Großschauener Seenplatte gekauft. Gemeinsam mit der örtlichen Fischereigenossenschaft wird die so ursprüngliche, noch unverbaute Naturlandschaft mit ihrer besonderen Bedeutung für die Seele der Brandenburger erhalten und gepflegt.

Zur anderen Seite, nach Norden, können Sie der Dahme in die Spree und auf diesem idyllischen Fluß quer durch Berlin fahren. Sie logieren sozusagen im Garten des Kanzleramtes, vor dessen rückwärtiger Front Sie die Spree in Richtung Spandau passieren. Davor und dahinter fahren Sie – immer führerscheinlos – durch eine der imposantesten Stadtlandschaften Europas. Und schnell werden Sie merken: Die Fahrt durch Berlin wird Sie immer wieder in ihren Bann ziehen – denn keine andere Metropole verändert ihr Gesicht rasanter als die spröde Schönheit im Dreieck der Flüsse Dahme, Spree und Havel.

Der Kapitäns-Klub in Kablow Ziegelei ist ein privater Familien-Klub, 45 Autominuten von der Berliner Stadtmitte entfernt, keine 15 Minuten vom Schönefelder Kreuz. Der Klub, in dem Firmen und Familien ihre Parties feiern, ist das Zentrum einer historischen Ziegeleisiedlung am Zernsdorfer Lankensee, dem nördlichen Ausläufer des Krüpelsees. Der Krüpelsee wird durch die Dahme gespeist. Das Wasser von Dahme und Uckley umspült die kleine, hölzerne Seebrücke vor dem Kapitäns-Klub, der unter altem Baumbestand (Ulmen, Eichen, Linden, Kastanien) an heißen Sommertagen ein hübsches Zentrum des gesellschaftlichen Lebens in diesem ursprünglichen Landstrich bietet.

Zur Geschichte: Der schmucke Hafen in Holzbauweise war bis ins vorletzte Jahrhundert Verladestation der Ziegelei, die seit dem späten Mittelalter handgestrichene Ziegel aus der Umgebung produzierte. In der Gründerzeit wurde das einstige Verwaltungszentrum in einen geräumigen Saal umgebaut (Holzparkett), der an zwei Seiten von Panoramafenstern umgeben ist. Die aus der Bauhauszeit stammende umlaufende Veranda ermöglicht den Blick über den Garten auf den Lankensee. Diese besonders schöne Aussicht wurde über fast ein Jahrhundert – nämlich bis 1994 – in der Gaststätte der Familie Käfert bei gutem Essen, Fisch und Wildgerichten, doppelt genossen.

Gäste von Woterfitz profitieren zugleich auch von diesem einmaligen und einmalig schönen Ambiente des 2000 Quadratmeter großen Wassergrundstücks. Dort niedergelassen hat sich eine physiotherapeutische / krankengymnastische Massagepraxis, in dem Saal für die bodenständigen wie die illustren Abende mit der Familie oder großen Gesellschaften können Sie als Gast des Kapitäns-Klubs Kaminromantik vor zwei großen Feuerstätten genießen, ihre Gäste im Gästebungalow mit Sauna am See logieren lassen oder bei Lagerfeuer und Grill überm Hafen die vorzügliche Pasta mit dem besten Rotwein der Region – natürlich aus dem Weinkeller des Klubs – genießen.

Am Samstag, 15. Juli, findet im Kapitäns-Klub ein Sommerfest mit Bands und Artisten, kleinem Kultur- und Showprogramm statt, zu dem auch der neue Stützpunkt vorgestellt wird und Sie Gelegenheit zu Probefahrten vereinbaren können.

Buchen können Sie Ihr Hausboot ab diesem idyllischen Standort entweder über Woterfitz oder über Christine_Gisder@yahoo.de

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