E 13°43,4´

N 52°19,6´

Auf exakt 13°43´4´´ Östlicher Länge sowie auf 52°19´6´´ nördlicher Breite schmiegen sich die vier zwischen 1873 und 1974 gebauten Häuser des Anwesens des heutigen Kapitäns Klubs zur Schönen Aussicht in den sanft ansteigenden Hang des nordöstlichen Lankensee-Zipfels. Wer vom Wasser kommt, sieht zunächst den Dampfersteg und den alten, von den Eigentümern bewusst in Holz wieder hergestellten Ziegeleihafen mit den heute von Sportbooten genutzten Stegen.

Türkisblau, mit rot abgesetzten Pfeilern und lichtgrüner Fassade steht das Sauna-Häuschen mit Gästekoje unmittelbar überm See am Wasser. Die schönen Terracotta-Fliesen der Veranda harmonieren perfekt mit den Granitquader des Fundaments, auf das die einstigen Eigentümer 1974 das jüngste der vier Häuser des Anwesens als Gästebungalow im „Bautzener Barock“ (lokaler Jargon) gebaut haben.

Farblich setzt der kleinste bauliche Juwel bewusst einen zum sonstigen Anwesen starken Kontrast: Der Kapitäns Klub selbst etwa, dessen Fassade von 1920 bis 1934 im Bauhaus-Stil als Galerie vor die ehemalige Veranda gesetzt worden ist, blieb traditionell weiß gestrichen, unterbrochen nur durch die Hartklinkerbänder der Ziegel, deren braunrote, glasierte Oberfläche eine handwerkliche Spezialität der lokalen Ziegelarbeiter dargestellt hatten, als die Ziegelei noch für Wohlstand und Vollbeschäftigung in dem Ort gesorgt hatte.

An den Klub grenzt ein Foyer, über das man in das älteste Haus des Grundes gerät: 1873 wurde das parallel zur Wasserlinie stehende heutige Wirtschaftshaus gebaut. Rein privat genutzt, beherbergt es heute ein Gästezimmer, eine private Physiotherapie mit Lichttherapie/Solarium sowie das Büro einer Literaturagentur.

Nur von der Straßenseite zu sehen ist das einstige Wohnhaus. Einst bot es mehreren Ziegelarbeiter-Familien ein Zuhause. Das Baudatum ist indes nicht präzise zu ermitteln. Unterschiedliche Angaben sprechen von 1873, 1874 und 1889. 2000/2001 grundständig modernisiert, wurde es von den heutigen Eigentümern dennoch unter Respektierung der alten Kubatur perfekt in den Ortskern von Kablow Ziegelei reintegriert.

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